Bürgermeister Arno Asmus: Baugebiet “Sommers Barg” soll weiter wachsen

Zurück zur Startseite 28. Dezember 2020
Auf dieser Fläche soll das Baugebiet "Sommers Barg" um 21 Grundstücke erweitert werden. - Foto: Reinhard Friedrichsen
Auf dieser Fläche soll das Baugebiet “Sommers Barg” um 21 Grundstücke erweitert werden. – Foto: Reinhard Friedrichsen

Wallsbüll: Es läuft rund in Wallsbüll. Die nun vorgelegten Jahresabschlüsse 2018 und 2019 spülten 34.000 Euro in die Rücklage. Zudem konnte die Vertretung einen zwei Millionen Euro starken Haushalt verabschieden, der einen Überschuss von 395.700 Euro ausweist. Ursache sind die geplanten Grundstücksverkäufe aus der Erweiterung des Baugebietes “Sommers Barg”, die mit 1,28 Millionen zu Buche schlagen sollen.

Weitere Grundstücke wollen wir nicht gleich vermarkten, sondern als Puffer zur Verfügung haben.

Arno Asmus, Bürgermeister in Wallsbüll

Aber es wird auch kräftig investiert, insgesamt mehr als eine Million Euro. Der Löwenanteil fließt in die Erschließung des neuen Baugebietes. Die Sanierung der Regenwasserleitung in der Hauptstraße wurde für 36.704 Euro in Auftrag gegeben, die Sanierung des Gehweges dort für 162.315 Euro und der Heizungen in der Kita und den Altenwohnungen für 97.610 Euro. Weitere 70.000 Euro sind für den Glasfaserausbau vorgesehen. Die Bauleitplanung für die Erweiterung des Wohngebietes “Sommers Barg” geht nun mit den entsprechenden Auslegungsbeschlüssen voran. Geplant sind 21 Wohnbaugrundstücke für Einfamilienhäuser.

Liste mit 82 Anfragen

“Da wir gern ein homogenes Bild im gesamten Baugebiet haben möchten, ist die Höhe begrenzt, also auch sogenannte Stadtvillen ausgeschlossen”, erklärt Bürgermeister Arno Asmus zum Entwurf des Bebauungsplans. “Und für Mietwohnungsbau haben wir im Moment gute private Initiativen in der Gemeinde”, ergänzt er. Für 13 Grundstücke gibt es derzeit feste, wenn auch mündliche Vereinbarungen mit Bürgern aus Wallsbüll. Für die übrigen Grundstücke existiert eine Liste mit weiteren 82 Anfragen.

Ein weiteres kleines Baugebiet für sieben Wohnbaugrundstücke wird in der Ellunder Straße geplant. “Diese wollen wir nicht gleich vermarkten, sondern als Puffer zur Verfügung haben”, führt Asmus aus. So denke man daran, diese für Bürger der Gemeinde vorzuhalten, die sich innerhalb des Dorfes noch einmal verändern wollen, beispielsweise mit einem altersgerechten Neubau.

Photovoltaik südlich der B199

Eine weitere Bauleitplanung führt die Gemeinde nun mit dem Auslegungsbeschluss für eine 29 Hektar große Freifläche für Photovoltaik südlich der B 199 fort. Mit dem Betreiber wird ein städtebaulicher Vertrag abgeschlossen, der einen Abstand der Bebauung von mindestens 100 Metern zur Bundesstraße vorgibt. Weitere Bestimmungen legen fest, dass die Untersaat insektenfreundlich sein soll und auf halber Strecke ein 40 Meter breiter Streifen als Wildquerung frei bleibt. Die Gewerbesteuer wird komplett in die Gemeindekasse fließen und die erforderlichen Ausgleichsmaßnahmen für diesen Eingriff in die Natur werden in Wallsbüll vorgenommen.

Etwas ausgebremst wird die gerade begonnene Arbeit zum Dorfentwicklungsplan. Vier Arbeitsgemeinschaften haben sich gebildet, um diesen inhaltlich voranzutreiben. Aber in diesen Zeiten sind intensive Arbeitssitzungen und andere Aktivitäten schwierig. Dies gilt auch für den runden Tisch, ein in Wallsbüll wichtiges Element des Dorfgemeinschaftslebens. Zweimal jährlich versammelt der Bürgermeister zirka 30 Delegierte von allen Vereinen, Verbänden und Institutionen, um sich auszutauschen und gegenseitig auf den aktuellen Informationsstand zu bringen.

SHZ / Schleswiger Nachrichten 28. Dezember 2020 / Reinhard Friedrichsen

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