Hilke Wagner und Leif Sönnichsen erfolgreich mit Konzept bei Bundeswettbewerb “Naturschutz”

Zurück zur Startseite 27. November 2020
Über das Preisgeld freuen sich Hilke Wagner und Bürgermeister Arno Asmus. Sie stehen auf dem Schulplatz, der mit Waldrandgehölzen und einer Streuobstwiese aufgewertet werden soll. - Foto: Reinhard Friedrichsen
Über das Preisgeld freuen sich Hilke Wagner und Bürgermeister Arno Asmus. Sie stehen auf dem Schulplatz, der mit Waldrandgehölzen und einer Streuobstwiese aufgewertet werden soll. – Foto: Reinhard Friedrichsen

Wallsbüll: Es war ein Rundbrief, wie ihn Bürgermeister bisweilen erhalten. “Bei diesem dachte ich, das wäre doch etwas für Wallsbüll”, sagte Bürgermeister Arno Asmus. Es war der Aufruf zum Bundeswettbewerb „Naturstadt – Kommunen schaffen Vielfalt“ des Bundesamtes für Naturschutz. Gefragt waren Projektideen, die nachhaltig zu Verbesserungen für Stadtnatur, Insekten und deren Lebensräumen führen. Ein Beitrag zu Umweltbildung und gesellschaftlichem Engagement war ein weiteres Anliegen. Das Bundesumweltministerium hatte dazu eine Million Euro ausgelobt.

Wir haben jetzt zwei Jahre Zeit, diese Projekte umzusetzen.

Arno Asmus, Bürgermeister

310 Städte und Gemeinden hatten 322 Projekte vorgestellt, 40 wurden von einer Fachjury ausgesucht und prämiert. Darunter sind aus Schleswig-Holstein nur Pellworm und Wallsbüll. Für die Umsetzung ihrer Projekte erhalten sie jeweils 25.000 Euro Preisgeld, die nun digital übermittelt wurden, begleitet von einer Videobotschaft von Umweltministerin Svenja Schulze. “Die konkrete Umsetzung aller Strategien und Programme braucht das Engagement der Kommunen”, sagt sie in ihrer Gratulation.

Fachwissen und Engagement

“Natur und Artenschutz in Wallsbüll: Gemeinsam Vielfalt erleben und schützen” war dann auch der Leitsatz der Gemeinde im bundesweiten Wettbewerb, wie Asmus erläuterte. Hilke Wagner und Leif Sönnichsen haben das Konzept als Vorsitzende der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft “Natur und Umwelt” für die Gemeinde erarbeitet, wofür die Gemeinde ihnen großen Dank schulde, so Asmus. “Leif hat das Fachwissen und ich viel Lust zu solchen Projekten”, bemerkte Hilke Wagner zu ihrem Engagement.

Alle Projekte werden mit Infotafeln begleitet

Zu den Maßnahmen gehören die Aufwertung des Gemeindewaldes “Schulwald” durch Entfernung von Nadelbäumen und die Pflanzung von blütenreichen und heimischen Waldrandgehölzen, die Entkusselung (Beseitigung von jungen Gehölzen) und Plaggen (Entfernung des Oberbodens) von drei Hektar Heideflächen im Wallsbüller Wald, die Anlage einer Streuobstwiese „Zum Schulwald“, die Aufwertung eines Knicks im Osterfeld, die Anlage eines Wildpflanzengartens an der Kita sowie die Einsaat von Regiosaaten und Staudenpflanzen auf weiteren Freiflächen. Alle Maßnahmen werden mit der Aufstellung von Nistkästen, Insektenhotels und Informationstafeln begleitet.

“Wir haben jetzt zwei Jahre Zeit, diese Projekte umzusetzen”, sagte Asmus. Wenn es die Pandemie zulässt, sollen sie mit der Unterstützung freiwilliger Helfer durch die AG “Natur und Umwelt” verwirklicht werden. Das Preisgeld soll dafür auskömmlich sein.

Einen Schwerpunkt lege die Gemeinde auf die Möglichkeit, alles erlebbar zu machen und so die Umweltbildung für Kinder und Erwachsene vor Ort durch Exkursionen und Informationen zu fördern. Weiterhin sei auch daran gedacht, interessierte Bürger und Kindergruppen durch Baumpatenschaften einzubeziehen.

SHZ / Schleswiger Nachrichten 26. November 2020 / Reinhard Friedrichsen

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