Wallsbüll votiert gegen die Bildung einer Amtsgemeinde

Zurück zur Startseite 30. Oktober 2010
Bürgermeister Werner Asmus an der gepflasterten Straße "Sommers Barg". Foto: weiner

Bürgermeister Werner Asmus an der gepflasterten Straße „Sommers Barg“. Foto: weiner

Wallsbüll: An den ergebnisoffenen Gesprächen zur Bildung einer Amtskommune in Schafflund wird sich die Gemeinde Wallsbüll zur Zeit nicht beteiligen. Das war das Ergebnis einer Diskussionsrunde im Wallsbüller Gemeinderat. Bürgermeister Werner Asmus sah in der geplanten Gesprächsrunde mit Arbeitskreisen „keinen Ansatz, erhebliche Kosten einzusparen“. Nur wenn es um die Abschaffung einer Verwaltungsebene ginge, oder zumindest über Verwaltungszusammenlegungen mit benachbarten Ämtern und Gemeinden geredet würde, sehe er Handlungsbedarf. Dies sei aber auf der letzten Amtsausschusssitzung ausgeschlossen worden. Die geringen Kosten für die ehrenamtlichen Gemeindevertreter und Funktionsträger fielen in den Haushalten kaum auf. Der Gemeinderat folgte dem Bürgermeister einstimmig.

Weiterhin erhebliche Kopfschmerzen bereitet den Gemeindevertretern und dem Bürgermeister die Ausrüstung und der technische Zustand ihrer Feuerwehr. Das über 20 Jahre alte Fahrzeug hat erhebliche Korrosionsschäden und muss Anfang kommenden Jahres zur Hauptuntersuchung. Eine erste Kostenschätzung für eine Instandhaltung beläuft sich auf 4.500 Euro. Des weiteren ist das Fahrzeug nicht wasserführend, was sich bei einigen Einsätzen sehr negativ ausgewirkt habe, meinte Asmus. Laut Feuerwehrbedarfsplan wurde jedoch eine hohe Brandlast für die Gemeinde festgestellt, die nur mit einem wasserführenden Fahrzeug abgedeckt werden kann. „Damit“, so Asmus, „ist die Sicherstellung des Brandschutzes in Wallsbüll nicht mehr gewährleistet“. Der Gemeinderat forderte das Amt Schafflund als Träger der Feuerwehrausstattung auf, dringend die geforderte Technik zur Verfügung zu stellen.

Bei der Kontrolle der Gebühren für den Schwarzdeckenunterhaltungsverband fiel dem Bürgermeister zudem auf, dass der Gemeinde im Bereich „Sommers Barg“ für gepflasterte Flächen Gebühren in Rechnung wurden. Das führte zu einer Überzahlung von 1350 Euro, die jetzt zurückgefordert werden.

Flensburger Tageblatt 7. Oktober 2010 – rmw

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