Drei Projekte und ein Haufen Ideen

Zurück zur Startseite 7. November 2019
Über die Dorfentwicklung und energetische Gebäudesanierung infomierten Hagen Billerbeck (v.l.), Eva Müller-Meernach und Arno Asmus die Einwohner Wallsbülls. - Foto: Reinhard Friedrichsen
Über die Dorfentwicklung und energetische Gebäudesanierung infomierten Hagen Billerbeck (v.l.), Eva Müller-Meernach und Arno Asmus die Einwohner Wallsbülls. – Foto: Reinhard Friedrichsen

Wallsbüll: Sieben Monate sind seit der Auftaktveranstaltung zum Dorfentwicklungsplan Wallsbüll vergangen. Nun konnten die Einwohner auf einer Abschlussveranstaltung die Ergebnisse erfahren, die verschiedene Arbeitsgruppen erzielt haben.

Weiterlesen: Gemeinde plant die Zukunft

“Damit sind wir sehr zügig unterwegs”, befand Eva Müller-Meernach, die als Kommunalberaterin den Plan erstellt.

Schlüsselprojekte müssen sinnhaft und gut begründet sein, da sie bei der Förderung stärker benotet werden.

Eva Müller-Meernach, Beraterin

Viele der ursprünglich 60 Ideen, die in der Auftaktveranstaltung aufgeworfen wurden, fanden nun in 17 Projekten ihren Niederschlag. Darunter drei besondere: “Schlüsselprojekt ist das Zauberwort. Sie müssen sinnhaft und gut begründet sein, da sie bei der Förderung stärker benotet werden”, führte Müller-Meernach aus. Eine öffentliche Förderung von bis zu 75 Prozent sei hierfür möglich.

Anlage für bis zu acht verschiedene Sportarten

Das erste Projekt zielt auf das Umfeld des Dorfgemeinschaftshauses. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Wikingeranlage “Valsgaard” soll ein öffentliches WC entstehen, die ehemaligen Tennisplätze zu einer Anlage für möglicherweise acht verschiedene Sportarten gewandelt werden und die Zuwegung zu Feuerwehr, Kita und Freizeitanlage voneinander getrennt werden.

Unter dem Leitthema “Naherholung und Dorfgeschichte” ist angedacht, Info-Tafeln an dorfgeschichtlichen Schwerpunkten aufzustellen, Wanderwege herzustellen und einige Plätze für die Naherholung aufzuwerten.

Pendlerparkplatz und Landeplatz für Rettungshubschrauber

Neuland wird das dritte Schlüsselprojekt sein. Im Dreieck Bundesstraße 199 und Landesstraße 14 ist auf der gemeindlichen Freifläche eine große Anlage als Buswendeschleife, Pendlerparkplatz und beleuchteter Landeplatz für Rettungshubschrauber angedacht.

Neben diesen Schlüsselprojekten gibt es 14 weitere, die nicht unbedingt großer Investitionen bedürfen. Der endgültige Plan soll im Dezember von der Gemeindevertretung abgesegnet werden. “Er wird nicht in Stein gemeißelt sein”, sagte Bürgermeister Arno Asmus. Es könne jederzeit etwas hinzukommen. Beginnen werde man mit dem Projekt am Dorfgemeinschaftshaus.

Maßnahmen gegen hohe CO2-Steuer-Kosten

Der zweite Schwerpunkt der Einwohnerversammlung galt der energetischen Gebäudesanierung. Energieberater Hagen Billerbeck ging auf die CO2-Steuer, die ab 2021 greifen soll, ein. Für den durchschnittlichen Verbrauch einer Ölheizung könne dies zunächst eine Mehrbelastung von 80 Euro im Jahr bedeuten, 2025 würden es dann 280 Euro sein. Das Klimapaket 2030 der Bundesregierung sieht zudem weitere Erschwernisse für den Betrieb und Einbau von Ölheizungen vor.

Mit einfachen Mitteln 15 Prozent Energie sparen

“Energetische Maßnahmen am Altbau rechnen sich nicht nur durch Energieeinsparung”, sagte Billerbeck. “Aber wenn die Fenster oder die Heizung ohnehin ersetzt werden müssen, dann sollte man gleich nach energetischen Gesichtspunkten guten Ersatz verbauen.” Es gebe aber auch einfache Verfahren, die wirksam sein könnten. Ein hydraulischer Abgleich zur Optimierung der Heizungsanlage etwa sei eine kleine überschaubare Maßnahme, erspare zirka 15 Prozent Energie und der Förderantrag sei mit einigen “Klicks” ausgefüllt. Wichtig sei, dass ein möglicher Förderantrag vor Beginn einer Maßnahme gestellt werde.

Billerbeck brach bei der Vorstellung verschiedener Wirtschaftlichkeitsberechnungen eine Lanze für Solarthermie und Photovoltaik: “Für Energie aus Sonne muss ich keine CO2-Steuer bezahlen, bin etwas unabhängiger vom Strommarkt und kann noch eine nennenswerte Rendite erzielen.”

SHZ / Flensburger Tageblatt 7. November 2019 / Reinhard Friedrichsen

Veranstaltungen

  • Fahrbücherei

    • Donnerstag, 28.11.2019
    • Hooge Ackern, An der Wallsbek 27 und Gasthaus Bussmann

  • Verspielen

    • Samstag, 30.11.2019
      Ab 19:30 Uhr
    • Leider ausverkauft!
      Die Freiwillige Feuerwehr Wallsbüll lädt ein zum Verspielen.